
Asiatische Hornisse
Ein Locktopf mit Asiatischen Hornissen (Vespa velutina).
Die Asiatische Hornisse, wissenschaftlich als Vespa velutina nigrithorax bekannt, hat in den letzten Jahren zunehmend die Aufmerksamkeit von Naturschützern, Imkern und der breiten Öffentlichkeit auf sich gezogen. Ursprünglich aus Asien stammend, ist diese invasive Art inzwischen auch in Europa angekommen. Erstmals wurde die Asiatische Hornisse 2004 in Frankreich gesichtet. Von dort aus verbreitete sie sich rasch in andere europäische Länder, darunter auch Deutschland.
Die Vespa velutina ist leicht zu erkennen:
Sie hat eine schwarze und orangefarbene Färbung, die sich deutlich von der heimischen europäischen Hornisse unterscheidet. Sie gehört zur Familie der Faltenwespen und kann eine Größe von bis zu 3,5 cm erreichen. Ihre Nester sind meist freihängend und können in Bäumen oder Gebäuden gefunden werden.
Um die Verbreitung der Asiatischen Hornisse einzudämmen, sind verschiedene Maßnahmen erforderlich. Dazu gehören die Überwachung bestehender Populationen sowie die gezielte Bekämpfung von Nester. Aufklärungskampagnen für die Bevölkerung können helfen, frühe Sichtungen zu melden und somit eine schnellere Reaktion zu ermöglichen.
Zudem ist es wichtig, die Forschung über die Asiatische Hornisse weiter voranzutreiben, um effektive Strategien zu entwickeln, die nicht nur die Hornisse selbst, sondern auch das gesamte Ökosystem schützen.
Die Asiatische Hornisse ist kein unproblematischer Eindringling in Deutschlands Ökosystem. Ihre Präsenz birgt erhebliche Risiken für die Biodiversität, für den Menschen selbst und sehr wahrscheinlich auch für die Imkerei. Es bedarf gemeinsamer Anstrengungen von Behörden, Imkern und der Öffentlichkeit, um diese Herausforderung zu meistern und langfristige Lösungen zu finden. Nur durch aktives Handeln können wir die negativen Auswirkungen dieser invasiven Art begrenzen und unsere heimische Natur schützen.
6 Kommentare
Thekla Foest
Hallo Herr Wacker , in einem Facebook Kommentar von ihnen schreiben Sie auf einen Artikel zur Asiatischen Hornisse .
Unsere Nachbarin hat ein Nest am Giebel ihres Hauses entdeckt . Da dieses Insekt natürlich auch bei uns rumfliegt habe ich den Kreis Düren angerufen was denn jetzt zu tun sei . Man schickte mir ein Merkblatt und erklärte mir , dass die Asiatische Hornisse mittlerweile heimisch sei . Ein Interesse , das Nest zu entfernen besteht von behördlicher Seite irgendwie nicht .
Ich frage mich nun , wenn die Nachbarin es entfernen lässt , muss sie das tatsächlich selbst bezahlen ?
Der Kreis schreibt im Merkblatt nämlich , dass die Kosten vom Eigentümer zu übernehmen sind .
Ich denke, genau da ist das Problem , dass viele Nester nicht entfernt werden .
Schöne Grüße Thekla Foest
D. Wacker
Hallo,
ich kann da leider nicht widersprechen.
Ja, das ist der Grund warum viele Nester hängen bleiben.
Meine persönliche Meinung dazu weicht auch „ein wenig“ von der Behörde an.
Auf der Seite der Naturschutzbehörde ist eine Liste mit Ansprechpartnern zu finden, die Nester entfernen.
Michael Seidl
Hallo
Welcher ist denn der beste lockstoff für die asiatische Hornisse?
Lg aus Reutlingen
D. Wacker
Der „beste“ Lockstoff ist saisonabhängig und man muss testen.
Meist funktioniert eine Mischu6sus 1Teil Zucker, auf doppelte Höhe.it Wasser befüllen und Backhefe gut.
Brigitte Simons
Hallo Herr Wacker, ich wollte mal nachfragen, ob ich bei Ihnen melden kann, dass sich unheimlich viele asiatische Hornissen bei meinen Eltern an einem besonderen Busch befinden. Ich kann allerdings nicht genau ausmachen wo sie hergeflogen kommen oder wohin sie wegfliegen.
Gerne können Sie sich das mal anschauen. Wir wohnen in Weilerswist Metternich. Gerne können Sie mich telefonisch erreichen unter 01782047240.
ich habe mehrer Videos und Bilder gemacht, die könnte ich Ihnen vorab zusenden
Mit freundlichen Grüßen Brigitte Simons
D. Wacker
Hallo, in Metternich ist aktuell ein Nest durch Astbruch gefallen und ein zweites Nähe Maternusstrasse bekannt.
Das erste ist gerade in Arbeit, das Maternusstrasse wird in den nächsten Tagen entfernt.
Dann sollte (hoffentlich) der Beflug aufhören.
Gruß
Dirk Wacker